Für was Züri brännt

Patchwork Produktion ist der Zusammenschluss der drei Zürcher Kollektive der grosse tyrann, Ernte Olafson und Paradoks. Für unser Konzept «Für was Züri brännt» haben wir eine Konzeptförderung der Stadt Zürich erhalten. Das bedeutet für uns, dass wir die kommenden zwei Jahre auf unterschiedliche Weisen im öffentlichen Raum der Stadt Zürich nach Möglichkeiten suchen, diesen zu bespielen, umzudeuten und zu gestalten. Unsere Ansätze haben gemeinsam, dass sie ihr Publikum an unerwarteten Orten treffen und einladen, mit zu diskutieren und teilzuhaben. Sie fordern heraus zu sehen, statt nur zu schauen.
Neuber:innen heisst das Vorhaben des feministischen Kollektivs der grosse tyrann. Sie werden die Blütezeit der deutschen Wanderbühnen beleuchten, die als Ursprung der theatralen Intervention im öffentlichen Raum gelesen werden kann. Diese Periode markiert zudem den Einzug der Frauen ins Theater.
Mit unsichtbaren Chören und aus dem Nichts auftauchenden Situationen positioniert sich Paradoks zu Erinnerung im öffentlichen Raum. Die Aktionen umspielen Denkmäler – rücken sie in den Fokus, hinterfragen sie, deuten sie um. Sie stellen Zürich die Frage: Welche Orte der Erinnerung sollte es geben? Und können diese auch immateriell sein?
Ernte Olafson führt mit Befehl von ganz unten. #Johanna das Theater im öffentlichen Raum ins digitale Zeitalter. Sie arbeiten mit Gegenwarts-Autor:innen zusammen, befragen gemeinsam Stadt/Mensch/Kapital und vertiefen die Co-Autor:innenschaft mit der Stadtgesellschaft. Daraus entsteht eine Überschreibung der Heiligen Johanna der Schlachthöfe, welche in ein hybrides Format transformiert und als partizipatives Theater Game in den Stadtraum zurück getragen wird. Patchwork Produktion ist mehr als die Summe seiner Teile. Es ist ein künstlerischer Experimentierraum, der neue Perspektiven auf die Stadt eröffnet und das Theater als lebendige Kunstform feiert. Seien Sie dabei, verlieren sie kurzzeitig das gewohnte Alltagsbild und lassen Sie sich überraschen!